Hyaluronsäure © Apotheke Niklasdorf

Hyaluronsäure

Wassermagnet und Feuchtigkeitsspender – für eine pralle, straffe Haut

Zugegeben, wer den Namen Hyaluronsäure das erste Mal hört, wird dahinter wahrscheinlich etwas chemisch Hergestelltes vermuten. Tatsache ist jedoch, dass es sich dabei um ein reines Naturprodukt handelt – die Hyaluronsäure kommt im ganzen Körper natürlich vor. Die Abstammung vom griechischen Wort „hyalos“ für „gläsern“ beschreibt den gelartigen Feuchtigkeitsmagnet optisch schon recht gut.

AUFGABEN DER HYALURONSÄURE IM KÖRPER

Hyaluronsäure vollbringt wahre Wunder, wenn es darum geht, Feuchtigkeit zu binden. Schon ein Gramm fasst bis zu sechs Liter Wasser und damit das 6.000-fache des eigenen Gewichts! Im Körper kommt Hyaluronsäure überall dort vor, wo sich Gewebeschichten aneinander bewegen und wo die Speicherung von Feuchtigkeit notwendig ist. Sie ist in der Tränenflüssigkeit, in Knorpeln, in der Gelenkschmiere und in den Schleimhäuten zu finden.

Am stärksten ist die Hyaluronsäure-Konzentration mit rund 50 Prozent aber in der Haut, genauer gesagt in den Zellzwischenräumen der Dermis. Dort wird sie von den Bindegewebszellen produziert und wirkt wie ein schützender Booster auf die Haut: Aufpolstern, kollagene und elastine Fasern stützen sowie freie Radikale abfangen – all diese Aufgaben erfüllt die Hyaluronsäure zumindest bis zum 25. Lebensjahr. Danach leeren sich die Hyaluronsäuredepots allmählich und der Körper kommt mit der Produktion nicht mehr nach – was sich vor allem dadurch bemerkbar macht, dass die Spannkraft der Haut abnimmt.

Ab einem Alter von 40 ist die Haut außerdem nicht mehr so gut in der Lage, Feuchtigkeit zu speichern. Um zu verhindern, dass sich deshalb tiefere Falten abzeichnen, sollte spätestens jetzt ein wenig nachgeholfen werden. Ob von außen oder von innen – um jugendlich und straff auszusehen, muss die Haut mit Feuchtigkeit versorgt werden. Und dazu ist Hyaluronsäure ideal geeignet.

VEGANE HYALURONSÄURE

Schon früh kamen diverse Forscher auf die Idee, Hyaluronsäure im Labor herzustellen. Meist wurden dafür tierische Ausgangsstoffe, zum Beispiel Hahnenkämme, verwendet. Dies hatte allerdings den großen Nachteil, dass es zu allergischen Reaktionen kommen konnte, wenn eine Allergie gegen Vogelproteine bestand. Inzwischen kann Hyaluronsäure biotechnologisch aus Mikroorganismen gewonnen werden, dazu eignet sich Weizen ebenso wie Streptokokken-Bakterien. Bei dieser Variante ist die Allergierate signifikant zurückgegangen.

Auf den Markt kam die Hyaluronsäure bereits in den 80er-Jahren. Japanische Kosmetikunternehmen verkauften sie als Serum – mit großem Erfolg. Schließlich sah der Teint damit selbst nach durchfeierten Nächten im Handumdrehen wieder frisch aus. Doch der Beauty- Effekt hielt nur kurze Zeit an, denn die großen Moleküle blieben auf der Hautoberfläche liegen und konnten nicht in die Tiefe vordringen. Die heutige synthetische Produktion ist allerdings schon einen gewaltigen Schritt weiter und vermag es, Hyaluronsäure in kleineren Fragmenten herzustellen. Der bioaktive Feuchtigkeitsspender wird so von der Haut leichter aufgenommen.

VERWENDUNG IN DER MEDIZIN UND DER KOSMETIK

Hyaluronsäure ist auch medizinisch vielseitig einsetzbar. So werden etwa Hyaluronsäurepräparate in arthrosegeschädigte Gelenke gespritzt, um sie zu „schmieren“ und wie ein Stoßdämpfer zu schützen. Trockene, gereizte Nasenschleimhäute können mit Nasensprays, die mit Hyaluronsäure versetzt sind, beruhigt werden. Und auch in Augentropfen und Kontaktlinsenlösungen findet der nebenwirkungsfreie Feuchtigkeitsspender Verwendung. Als eine der wirkungsvollsten Substanzen gegen Falten hat sie darüber hinaus die kosmetische Medizin für sich entdeckt. Neben Botoxinjektionen sind Hyaluronsäurespritzen heute das beliebteste und am meisten Erfolg versprechende Mittel, um ohne Lifting eine Faltenreduktion zu erreichen. Wer Nadeln scheut oder sich den relativ teuren Eingriff nicht leisten möchte, kann der Straffheit der Haut mit Cremen und Nahrungsergänzungsmitteln nachhelfen.

VON INNEN UND AUSSEN ANWENDBAR

Durch das hohe Wasserbindungsvermögen der Hyaluronsäure sind damit angereicherte Cremen, Lotionen und Gele imstande, kleine Falten zu glätten und der Haut ein strafferes, frischeres Aussehen zu verleihen. Voraussetzung ist, dass das jeweilige Produkt täglich angewendet wird und den Wirkstoff in ausreichender Menge enthält. Die als Nahrungsergänzungsmittel geltenden Kapseln liefern pro Stück etwa 100 Milligramm Hyaluronsäure.

Während manche Anbieter ihre Präparate immer noch mit Hyaluronan herstellen, das aus Hahnenkämmen gewonnen wird, gibt es heute bereits alternative Produkte, die 100 Prozent vegan sind. Das bedeutet, dass die verwendete Hyaluronsäure ausschließlich aus biotechnologischer Züchtung, also bakterieller Fermentation, stammt, und auch für die Außenhülle der Kapseln keine tierische Gelatine benutzt wird. Zusätzlich zur Faltenreduktion können Hyaluronsäurekapseln den angenehmen Nebeneffekt haben, etwaige Gelenkprobleme von innen zu lindern. Unangenehme Nebenwirkungen gibt es nicht, da die Hyaluronsäure ein dem Körper wohlbekannter Stoff ist.

Produkt-Empfehlung

Hyaluron-Gruppe © Apotheke Niklasdorf

Hyaluronsäure wirkt
innen und außen

Feuchtigkeitsbooster für Haut und Gelenke – sanft und natürlich

Artikel zum Thema Hyaluronsäure