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Umckaloabo

Wie uns Südafrikas Kapland-Pelargonie bei Bronchitis hilft.

In Südafrika gilt die Kapland-Pelargonie seit Jahrhunderten als wichtige traditionelle Heilpflanze. Der Name Umckaloabo setzt sich aus Worten der Zulusprache zusammen, die eine Krankheit mit Fieber und Husten – vermutlich Lungentuberkulose – bezeichnen. Auch das aus der Pflanze gewonnene Heilmittel wird so genannt.

Einst gegen Schwindsucht


Bereits im 17. Jahrhundert lernten europäische Siedler im Rahmen der Kolonialisierung Südafrikas die volksmedizinische Bedeutung der Pelargonie kennen. Ihren Siegeszug nach Europa begann die Pflanze jedoch erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Charles H. Stevens, ein an Tuberkulose erkrankter englischer Jugendlicher, wurde 1897 auf Anraten seines Arztes nach Afrika geschickt. Im Gebiet des heutigen Lesotho behandelte ihn dort ein Heiler aus dem Bergvolk der Basotho mit dem Umckaloabo-Wurzelrindenextrakt. Angeblich erholte sich Stevens innerhalb von drei Monaten vollständig von seiner Schwindsucht. Er gründete 1904 ein Unternehmen für den Export der Heilpflanze nach Europa.

Heute gegen Bronchitis – für ein starkes Immunsystem

Das einstige Tuberkulose-Heilmittel wird heute vor allem gegen akute und chronische Atemwegserkrankungen eingesetzt. Der Absud der Wurzelrinde ist gut verträglich und kann auch Kindern verabreicht werden. Vor allem bei akuter Bronchitis hat sich Umckaloabo bewährt. Da es sich um kein Antibiotikum handelt, ist das Pflanzenextrakt sowohl gegen bakterielle als auch gegen virale Infekte wirksam und ruft keine Resistenzbildung hervor.


Ankündigen kann sich eine akute Bronchitis mit Halsschmerzen und Schnupfen. Zu den Symptomen einer Entzündung der unteren Atemwege zählen trockener, zusehends verschleimender Reizhusten, Fieber, Brust- und Kopfschmerzen sowie gelblicher Auswurf. Hier leistet das antibakterielle Umckaloabo gute Dienste. Bei Verschlechterung oder länger anhaltenden Symptomen unbedingt einen Arzt konsultieren.

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