Sternanis © Apotheke Niklasdorf

Sternanis

Ideal zur Grippezeit: bekämpft Viren & Bakterien und lindert Verdauungsbeschwerden

Ausgehend von China und Vietnam verbreitete sich der Echte Sternanis bis nach Indien, Thailand, Japan und auf die Philippinen, von wo er Ende des 16. Jahrhunderts seine Reise nach Europa antrat. Der bis zu 20 Meter hohe Baum hat seinen deutschen Namen einerseits durch das sternförmige Aussehen seiner Früchte und andererseits durch deren charakteristisches Aroma. Dieses ähnelt sehr dem des Anis, der auch im gemäßigten Klima unserer Breiten heimisch ist und bereits den Griechen bekannt war.

ALTE HEILPFLANZE: TCM, AYURVEDA & CO

Schon vor 5.000 Jahren wussten die Chinesen um die vielfältige heilende Wirkung des Sternanis und setzten diesen erfolgreich zur Linderung bei Verdauungs- und Atemwegsbeschwerden ein. In Indien wurde und wird der Echte Sternanis bei ayurvedischen Anwendungen für den Verdauungstrakt, aber auch gegen Gelenkentzündungen genutzt.
Der Japanische Sternanis (Illicium anisatum) ist mit dem Echten Sternanis eng verwandt – aber sehr giftig! Darum wird dieser Baum in Japan nicht für medizinische Zwecke verwendet, sondern für kultische: Die wohlriechende Rinde wird für Räucherzeremonien im Rahmen kultischer Handlungen gebraucht, der Baum selbst dient als Zierpflanze in Tempelgärten oder auf Friedhöfen.

STERNANIS BEKÄMPFT VIREN UND BAKTERIEN

In unseren Breiten ist der Echte Sternanis vor allem als Gewürz aus der Küche bekannt – als Zutat für Glühwein und winterliche Tees sowie in verschiedenen Formen von Weihnachtsgebäck. Wer gerne asiatisch kocht, kennt vielleicht das chinesische Fünf-Gewürze-Pulver, bestehend aus Sternanis, Szechuanpfeffer, Zimtkassie, Fenchelsamen und Gewürznelken. Und kaum eine Adventdekoration kommt ohne die markante Frucht aus. Das Aroma wird gerne von Parfümeuren für ihre Duftkreationen verwendet. Weit verbreitet ist der Echte Sternanis auch als geschmackgebende Komponente in Likören und Bränden mit Anisnote, wie Pastis, Ouzo, Rakı …, da der Sternanis im Anbau viel ertragreicher ist als sein krautiger Namensgeber.
In der Volksmedizin der Ursprungsländer wird Sternanis seit jeher gegen viele Krankheiten mit den unterschiedlichsten Erregern eingesetzt – denn Sternanis wirkt sowohl gegen Viren als auch gegen Bakterien. Und das ohne Nebenwirkungen, wie man seit Langem durch den Einsatz bei kleinen Kindern und Säuglingen weiß, die bei Blähungen und Koliken von der krampflösenden Wirkung der ätherischen Öle profitieren. Sternanis hilft vor allem bei Kopf-, Zahn-, Ohren-, Hals- und Gliederschmerzen, Fieber, Lippenherpes, Schnupfen und Husten. Bei beginnender Infektion eingenommen, kann Sternanis die Ausbreitung der Infektion sogar soweit eindämmen, dass gar keine Erkrankung eintreten muss.

WIRKUNGSWEISE

Zum einen wirkt Sternanis möglichen bakteriellen Folgeerkrankungen einer Virus-Grippe entgegen, die lebensbedrohlich werden können – wie etwa eine Lungenentzündung. Zum anderen verleiht die enthaltene Shikimisäure dem Sternanis seine hervorragende antivirale Wirkung: Sie unterbricht die Infektionskette, indem sie die Viren daran hindert, sich von der Wirtszelle zu lösen und sich weiter im Körper auszubreiten. Diese seltene Eigenschaft machte Sternanis zum Ausgangsstoff für das Anti-Grippe-Medikament Tamiflu®, das mittlerweile jedoch synthetisch hergestellt wird.

TIPP: Badesalz mit Sternanis (für 5 Gläser à 200 g):

1 kg unbehandeltes, grobes Salz (Ausseer- oder Himalayasalz)
10 g Sonnentor Orangen gemahlen
10 g Sonnentor Sternanis
je 10 Tropfen reines ätherisches Öl Sternanis und Blutorange

Zubereitung: Sternanis fein hacken, Orangenpulver und ätherische Öle gut mit dem Salz vermengen, in Gläser füllen und trocken lagern – nach Anbruch 1 Jahr haltbar.
Anwendung: Je nach Wassermenge 1 – 2 TL Badesalz pro Vollbad im Badewasser auflösen.

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