Schachtelhalm © iStock | barbaracantiello

Schachtelhalm

Wie das Steinzeit-Kraut unsere inneren Strukturen flexibel hält und stärkt.

Unser heutiger Schachtelhalm wächst schon sehr lange auf der Erde. Vor rund 400 Millionen Jahren waren seine bis zu 30 Meter hohen Vorfahren, die Kalamiten, wichtiger Bestandteil der Steinkohlewälder. Auch wenn der Schachtelhalm heute nur noch rund 50 cm hoch wird, sein Bauplan hat sich nicht wesentlich verändert. Als „lebendes Fossil“ weist er nach wie vor eine interessante Signatur auf – er sieht aus wie ein kleines Bäumchen. Seine klare Gliederung und Struktur erinnert zudem an ein pflanzliches Ebenbild unserer Wirbelsäule. Wie sie vereint er Flexibilität und Festigkeit und vermag es, sich immer wieder aufzurichten. Neben schwach harntreibenden, entschlackenden, blutstillenden und den Hautstoffwechsel anregenden Eigenschaften wirkt er zusätzlich positiv auf den Geist. Mit seiner Hilfe weichen verhärtete, festgefahrene Lebensgewohnheiten einer dynamischen, beschützenden Struktur.

Zinnkraut reinigt und heilt innere und äußere Gebrechen des menschlichen Körpers. Sebastian Kneipp

Dabei ist die Wirkung auf Körper und Geist eng verknüpft: Der Schachtelhalm stärkt das Bindegewebe, welches das Nervensystem umhüllt. Die Wirbelsäule wird durch diese Unterstützung stark und beweglich, das Bändersystem gewinnt an flexibler Spannkraft. Dadurch nimmt der Druck auf die einzelnen Nerven, das Rückenmark und das Großhirn ab. Wir spüren diesen nachlassenden Druck, entwickeln weniger Ängste und fühlen uns sicher und geborgen. Generell lässt sich sagen: Schachtelhalm löst auf, was sich angestaut hat. So hilft er beispielsweise auch gegen Wasseransammlungen nach langem Stehen oder nach Verletzungen.

Entschlackende Kieselsäuren

Von März bis April sprießt der Schachtelhalm auf Äckern und feuchten Wiesenrändern, als Heilpflanze werden allerdings die unfruchtbaren Sommerwedel verwendet. Kosten wir den Schachtelhalm, entfaltet sich sein milder, ein wenig salziger Geschmack. Und wir hören es knirschen! Grund dafür ist der hohe Anteil an Kieselsäure. Diese Sauerstoffsäure des Siliziums ist besonders wichtig für den Aufbau von Bindegewebe, Sehnen, Bändern, Knochen und Zähnen sowie für gesunde Haut, Haare und Nägel. Auch eine reinigende Wirkung ist ihr zuzuschreiben, weshalb mit dem kieselsäurereichen „Zinnkraut“, wie der Schachtelhalm auch genannt wird, früher das Zinngeschirr gesäubert wurde. Als Aquaretikum, also eine für Durchspülungstherapien geeignete Heilpflanze, transportiert der leicht bittere Schachtelhalm feste und flüssige Schlackenstoffe aus dem Zellzwischenraum ab und fördert die Bildung neuer Säfte. Im Gewebe kommt es zu einem Ausgleich des Wasserhaushaltes. Der Schachtelhalm kann daher gut zur Entschlackung bei Rheuma, Gicht und Nervenschmerzen eingesetzt werden. Bei chronischer Blasenentzündung, Reizblase, Harngrieß, Bettnässen und Entzündungen der ableitenden Harnwege helfen Zinnkraut-Sitzbäder und -Teekuren.

Mit Anti-Aging-Effekt

Die im Zinnkraut reichlich enthaltene Kieselsäure kräftigt die Haut und das darunter liegende Gewebe, wodurch die vorzeitige Hautalterung eingedämmt werden kann. Bewährt hat sich der Schachtelhalm auch bei der Behandlung von unreiner Haut, Akne, Schuppenflechte und juckenden Hautausschlägen. Er kann zudem gegen Cellulite und zur Vorbeugung von Schwangerschaftsstreifen eingesetzt werden. Bei offenen Beinen fördert er die Wundheilung, als Tee regt er von innen den Heilungsprozess nach stumpfen Verletzungen wie Blutergüssen, Verstauchungen und Knochenbrüchen an. Da Kieselsäure die Knochenbildung unterstützt, leistet der Schachtelhalm weiters gute Dienste, wenn es darum geht, den altersbedingten Knochenabbau – die Osteoporose – zu verhindern. Regelmäßige Schachtelhalm-Kuren zur Stärkung der Wirbelsäule empfehlen sich außerdem, um Bandscheibenproblemen vorzubeugen.

 

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