Europäische Heilpflanzen © shutterstock | Kerdkanno

Die Apotheke vor der Türe

In der Natur finden sich genau jene Pflanzen, die uns gut tun.

Seit vielen tausend Jahren nutzen wir Menschen die uns umgebende Natur nicht nur als Nahrung, sondern auch zu Heilzwecken. Allerdings diente die Medizin früher hauptsächlich der Vorbeugung, denn eine Heilung unter den damaligen Lebensbedingungen war nicht immer leicht.

Alle Wiesen und alle Matten, alle Berge und Hügel sind Apotheken.
Paracelsus

Im Gegensatz zum indischen Ayurveda und der traditionellen Medizin Chinas (TCM) ist viel unseres heimischen Heilwissens in den letzten Jahrhunderten in Vergessenheit geraten. Heute kehrt es unter der Bezeichnung „Traditionelle Europäische Medizin“ (TEM) wieder in unser Bewusstsein zurück – eng verbunden mit ihren berühmten Vertretern wie Hildegard von Bingen, Paracelsus oder Sebastian Kneipp. Auch der aktuelle Nahrungsmitteltrend zu „regional und saisonal“ spiegelt die Tatsache wider, dass das, was uns gut tut, am besten aus der nahen natürlichen Umgebung stammen sollte – die Pflanzen vor unserer Haustüre teilen mit uns schließlich dasselbe Klima.

Altes Wissen, das heilt

Bis etwa 1800 war die traditionelle Pflanzenheilkunde in Europa verpflichtende Grundlage für alle Arzneibücher und stützte sich vorrangig auf überlieferte Erfahrungen – bis die Naturwissenschaften sich über den Kontinent verbreiteten. Die moderne Pflanzenheilkunde, die Phytotherapie, kombiniert dieses alte Heilwissen mit Rezepturen für die Ansprüche des heutigen Lebens. So entstehen wirksame Pflanzenmischungen, die unseren Körper stärken.

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