Lavendel © iStock |  Matt_Gibson

In Harmonie: Lavendel

Das duftende "Nervenkräutlein" verhilft uns zu mehr Ruhe und Kraft.

Dass Lavendel reinigend wirkt, zeigt bereits sein Gattungsname – Lavandula wird von „lavare“, dem lateinischen Wort für „waschen“, abgeleitet. Im alten Rom galten die violetten Blüten neben der Rose als wichtigstes Körperpflegemittel. So soll auch Julius Cäsar zur abendlichen Entspannung gerne ein Lavendelbad genossen haben. Die Griechen schmückten ihre Jungfrauenopfer damit, während irischen Bräuten Lavendel-Strumpfbänder als Glücksbringer dienten. Im alten Ägypten war die duftende Pflanze eine beliebte Grabbeigabe. Bei der Öffnung des Grabes von Tutenchamun war selbst nach 3.000 Jahren noch der Lavendelduft wahrnehmbar. Und auch der Volksheilkunde blieb der von Juli bis August blühende Lippenblütler nicht verborgen. In der Antike als Aphrodisiakum, gegen Schlangenbisse und zur Vertreibung von Ungeziefer genutzt, pries man im Mittelalter vor allem seine beruhigende Wirkung. Paracelsus verwendete ihn einerseits als „Nervenkräutel“ bei seelischer Erschöpfung und nachlassender Lebenskraft, andererseits, aufgrund seiner keimtötenden Eigenschaften, als Schutz vor Seuchen. Laut Signaturenlehre ist der blaue Lavendel mit seinen schmalen Blättern und seiner schlanken Gestalt dem Planet Merkur zuzuordnen. Dementsprechend soll er vor allem positiv auf das Nervensystem, die Atmung, den Stoffwechsel und die Drüsen wirken. Die verholzten, graugrünen Lavendelblätter zeigen zusätzlich Saturneinfluss an. Damit kann speziell bei älteren Menschen die Ausdauer und Spannkraft gesteigert werden.

Lavendel-Öl bringt Licht und Wärme

Hildegard von Bingen schrieb dem Lavendel eine wärmende und wohltuende Wirkung zu. Und das kommt nicht von ungefähr: Die graufilzig behaarten Blätter reflektieren mit ihrem Flaum einfallende Sonnenstrahlen, nehmen Wärme auf und verhindern die Verdunstung von Feuchtigkeit. Die eingerollten Ränder der nach oben gerichteten Blätter halten zudem die Verdunstungsfläche klein. Der Lavendel ist somit bestens gewappnet für heiße Sommertage und kann die Sonnenwärme bis tief in die Nacht hinein speichern. Die so gewonnene Energie nutzt er als Quelle, um sein wertvolles ätherisches Öl zu produzieren.

Der Wilde Lavendel ist warm und trocken, seine Wärme ist gesund.
Hildegard von Bingen

Hochwertiges natürliches Lavendelöl – am besten in Bio-Qualität – klärt und beruhigt mit seinem Duft den Geist, wirkt also auch auf dieser Ebene reinigend. Die antimikrobiellen Inhaltsstoffe des ätherischen Öls bekämpfen außerdem Bakterien und Pilze. Dennoch ist Lavendelöl nur so gering toxisch, dass es problemlos unverdünnt auf die Haut aufgetragen werden kann. In der Duftlampe oder auf den Kopfpolster geträufelt, fördert es das Einschlafen und sorgt für eine ruhige Nacht – auch, weil es lästige Gelsen fernhält. Darüber hinaus hat es sich bei Ohrenschmerzen und -entzündungen bewährt. Ein ölgetränkter Wattebausch im Ohr bringt Linderung, kann aber auch vorbeugend genutzt werden. Zudem empfiehlt sich Lavendelöl bei Verbrennungen, Verbrühungen und juckenden Insektenstichen.

Die ausgleichende Wirkung: beruhigend bis belebend

Das Wirkungsspektrum des Lavendels ist breit gefächert, doch seine Haupteigenschaft ist ausgleichend. Je nach unserem Zustand steuert er das bei, was uns fehlt. Sind wir gestresst, beruhigt er, sind wir depressiv, melancholisch oder mit Sorgen beladen, entfaltet sich seine belebende, erfrischende und aufbauende Wirkung. Wann immer Beschwerden auftreten, die mit nervöser Erschöpfung und nachlassender Geisteskraft in Verbindung gebracht werden können, ist Lavendel eine gute Wahl. Das Anwendungsgebiet reicht von Erregungs- und Spannungszuständen über geistige Unruhe und Schlafstörungen bis hin zu psychosomatischen Organstörungen. Zur energetischen Reinigung können neben dem ätherischen Öl auch Blüten für Räucherungen verwendet werden. Der klärende Lavendelduft sorgt dann für Ruhe und Nervenstärke.

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