Feige © iStock | ernesto-photos

Feige

Die Magenschmeichlerin steckt voller Vitalstoffe.

Die echte Feige gehört zu den ersten Pflanzen, die vom Menschen domestiziert wurden. Sie bildet viele süße Früchte und erfreut ihre Besitzer bei gutem Standort mit bis zu drei Ernten pro Jahr. Daher gilt sie auch seit Jahrtausenden als Sinnbild für Fruchtbarkeit und Lebenskraft. Den bronzezeitlichen Kulturen rund um das Mittelmeer gelang – neben dem Anbau von Oliven und Weintrauben – auch durch die Nutzung des Feigenbaums ein beträchtlicher Aufschwung.

In religiösem Zusammenhang tritt der Feigenbaum als biblischer Scham-Bedecker auf, er beschirmte aber auch das Haupt Buddhas, als jener unter ihm die Erleuchtung fand. So symbolisiert die Feige Üppigkeit im weltlichen wie auch im spirituellen Sinne und vereint die Bedürfnisse aus beiden Sphären.

Körper & Seele in Balance

Unser vegetatives Nervensystem können wir uns als Kontaktstelle zwischen reinen Körperfunktionen und unserer Gedanken- und Gefühlswelt vorstellen. So lassen sich etwa Herzschlag, Atmung und Verdauung kaum willentlich beeinflussen, starke Emotionen hingegen – Stichwort: Stress – bringen aber sehr wohl Organfunktionen und Stoffwechselvorgänge aus dem Gleichgewicht.
Die Heilkräfte der Feige haben einen ausgesprochen beruhigenden und ausgleichenden Einfluss auf dieses sensible Nervensystem. Sie regulieren z. B. ungesunde Überreaktionen unserer Drüsen. Am deutlichsten sehen wir die Verknüpfung zwischen Seele und Körper, wenn wir den Magen-Darm-Trakt betrachten.

Verdauungswunder

Neben der harmonisierenden Wirkung auf Magennerven und -schleimhaut hilft die Feige auch dabei, Entzündungen und Krämpfe zu lindern – von Magen und Darm über Leber und Galle bis hin zur Bauchspeicheldrüse. Der hohe Gehalt an Ballaststoffen regt einerseits die Darmtätigkeit an, andererseits liefern diese Ballaststoffe wertvolle Nahrung für die „guten“ Darmbakterien. So wirkt die Feige gleich doppelt gegen Verstopfungen. Darüber hinaus fördern zahlreiche Enzyme unsere Verdauung.

Voller Mikronährstoffe

Ihre Süße erhält die Feige durch eine optimale Zuckerzusammensetzung von Monosacchariden, Fruktose und Glukose, die den Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen lassen und dadurch Heißhunger bremsen. Darüber freuen sich Diabetiker ebenso wie Abnehm- Willige. Mit ihrem hohen Anteil an Kalium, Kalzium und Eisen sind Feigen außerdem hervorragende Basenbildner, die gegen Übersäuerung eingesetzt werden können. Überhaupt zählt die Feige zu den basischsten Lebensmitteln, die wir kennen.

Feigen gehören zu den Top 10 der basischen Lebensmittel
und sind eine ideale, gesunde Alternative für Naschkatzen.

 

Wer keine Laktose verträgt oder vegan lebt, findet in der Feige eine gute Kalziumlieferantin zur Versorgung von Knochen und Zähnen. Und mit reichlich Kalium und Magnesium trägt die Feige auch zu unserer Herzgesundheit bei, indem sie hilft, den Blutdruck in einen normalen Bereich zu bringen. Die enthaltenen Antioxidantien schützen uns vor vorzeitiger Gefäßverkalkung, etwa das Vitamin C. Apropos Vitamine: Die ebenfalls vorkommenden Kandidaten A und E beugen Augenkrankheiten vor, und die Vertreter der B-Fraktion schenken uns Konzentrationsvermögen, starke Nerven, Ausgeglichenheit und einen guten Schlaf.
Beim schonenden Trocknen büßt die Feige zwar einen Teil der Vitamine ein, aber die Mineralien bleiben erhalten und können ihre guten Dienste noch Monate nach der Ernte tun.

In der Pflanzenmedizin wird vor allem das Gemmo-Mazerat aus den Feigenknospen verwendet. Es enthält die geballte Heilkraft des Feigenbaums, die sich sehr gut mit jener anderer Pflanzen kombinieren lässt – z. B. mit der schwarzen Johannisbeere gegen Sonnenallergien.

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