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(Nerven)stärke

Der Vitamin-B-Komplex ist wichtig für den Stoffwechsel.

Zu den Vitaminen der B-Gruppe gehören acht Vitamine, die allesamt als Vorstufen für Koenzyme dienen. Sie geben also wichtigen biochemischen Reaktionen in unserem Körper Starthilfe. Außerdem treten B-Vitamine nie alleine auf – sie bringen immer einen oder mehrere Kollegen mit, die alle eng zusammenarbeiten. Ursprünglich hatte diese Vitamin-Familie mehr als acht Mitglieder. Im Lauf der Zeit stellten sich jedoch einige als Nicht-Vitamine heraus, weshalb die Nummerierung der einzelnen B-Vitamine heute nicht mehr durchgehend ist.

Energie, Nerven und Psyche

Vor allem in der Energiegewinnung aus unserer Nahrung leistet die Vitamin-B-Gruppe wertvolle Arbeit. Sie bildet Enzyme, die Kohlenhy­drate spalten, um Glucose zu erzeugen. Damit lässt sich unser Nervensystem samt Gehirn mit Energie versorgen. B-Vitamine helfen außerdem dabei, Nährstoff-Energie in Muskelaktivität umzusetzen.
Damit unser Nervensystem einwandfrei funktionieren kann, ist das richtige Verhältnis von Natrium und Kalium in unseren Körperflüssigkeiten immens wichtig. Für diese Balance sind ebenfalls die B-Vitamine zuständig. Auch für die Umwandlung bestimmter Hormone – etwa Serotonin, Dopamin oder Noradrenalin – braucht es Vitamin B. Diese Hormone sind für unsere seelische Ausgeglichenheit und unsere Stimmungslage verantwortlich.

Wer erhöhten Bedarf hat

Unser Bedarf an Vitaminen der B-Gruppe lässt sich im Normalfall mit gesunder Mischkost decken – solange auch genug Vitamin-B-reiche Lebensmittel dabei sind. B-Vitamine kommen sowohl in pflanzlichen wie auch  tierischen Speisen vor: in Leber, Fleisch und Fisch genauso wie in Samen und Nüssen, Hülsenfrüchten, Vollkorn- und Milchprodukten. Beim Gemüse heißen die Vertreter z. B.
Spinat, Broccoli oder Grünkohl.
Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen haben jedoch einen erhöhten Bedarf an bestimmten B-Vitaminen: Kinder im Wachstum, Frauen vor und während der Schwangerschaft sowie Stillende. Bei Frauen in der Menopause wirken zusätzliche Vitamin-B-Gaben der Osteoporose entgegen. Auch Sportler, stark gestresste Menschen und Diabetiker profitieren von einem Mehr an Vitamin B.

Was sind Vitamin-B-Räuber?

Einige Arzneien und Vitamine benutzen in unserem Stoffwechsel dieselben Transportsysteme und Enzyme. Besonders Magensäure­blocker und Hormonpräparate sind für einen Mangel an einzelnen B-Vitaminen verantwortlich:
Protonenpumpenhemmer reduzieren die Säurebildung in der Magenschleimhaut – dadurch ist zu wenig Magensäure für die Vitamin-B12-Aufnahme aus der Nahrung vorhanden. Die Anti-Baby-Pille und andere Hormonmittel sorgen für mehr Östrogen im Blut – was den Bedarf an Folsäure und Vitamin B6 erhöht. Auch andere Medikamente haben einen negativen Einfluss auf unseren Vitamin-B-Haushalt, z. B. Blutzucker-Senker, Entwässerungspräparate oder einige Rheumamittel.

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