Tinnitus © iStock | golero

Tinnitus - Klingeln im Ohr

Signal und Weckruf für weniger Stress und mehr Entspannung sowie Ruhe im Alltag.

Es pfeift, brummt, klopft oder rauscht, manchmal ist es sogar eine Melodie – das „Klingeln im Ohr“, wie der Tinnitus übersetzt heißt, kann vielfältig ausgeprägt sein. Fest steht aber: Bei Tinnitus hören wir Geräusche, die sonst niemand wahrnimmt und für die es keine Schallquelle gibt.

Tinnitus ist ein Symptom, keine eigene Krankheit.
Tinnitus-Expertin. Prof. Dr. Birgit Mazurek

Als Auslöser kommen vor allem Lärm, eine Durchblutungsstörung im Innenohr oder eine Blockade an der Halswirbelsäule infrage. Die Nervenzellen geraten aus dem Takt, die Höreindrücke verselbstständigen sich. Doch auch Stress spielt bei der Entstehung eine große Rolle. Sind wir emotional erschöpft, müssen viel Verantwortung tragen und stellen hohe Ansprüche an uns selbst, werden wir anfälliger für die lästigen Ohrgeräusche. Halten diese über drei Monate lang an, gilt der Tinnitus als chronisch. 70 bis 80 Prozent der akuten Fälle bilden sich vorher wieder zurück. Vorausgesetzt, wir hören auf die „Alarmglocken“, die unser Körper im wahrsten Sinne des Wortes läuten lässt, und ändern etwas an unserer Situation.

Sehnsucht nach Ruhe

Sind wir von Tinnitus betroffen, sollten wir uns zunächst Gedanken darüber machen, wann das unangenehme Geräusch zuerst aufgetreten ist und ob die Phasen der Anspannung und Entspannung in unserem Leben ausgeglichen sind. Dass das Symptom im Ohr auftritt, wo auch unser Gleichgewichtssinn sitzt, zeigt, dass wir aus der Balance geraten sind. Wenn wir achtsam mit uns umgehen und gezielt Entspannung suchen, stehen die Chancen gut, dass wieder Ruhe einkehrt. Hilfreich sind dazu Entspannungstechniken wie autogenes Training, Yoga, Tai Chi und Qigong. Auch eine Gesichtsentspannungsmassage kann helfen. Dabei werden über Akupressur und sanfte Berührungen an Kopf, Gesicht und Schultern die Durchblutung verbessert, der Lymphfluss angeregt und Spannungen im Gewebe gelöst. Die Traditionelle Chinesische Medizin unterscheidet zudem zwischen hoch- und niederfrequenten Geräuschen und behandelt dementsprechend den Lebermeridian oder stärkt die eng mit dem Ohr verbundene Niere. Pflanzlich beruhigt uns der durchblutungsanregende Ginkgo.

Homöopathie-Tipp: TINNITUS-GLOBULI

Die Globuli können unabhängig von der Art des Geräusches bei akutem und chronischem Tinnitus angewendet werden. Die spezielle Mischung hilft unter anderem mit Lycopodium gegen Stress und Überforderung. Der Organismus wird dadurch auf mehreren Ebenen unterstützt und zur Selbstheilung angeregt.

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