Schilddrüse-Imagebild © iStock

Schmetterling im Hals

Schilddrüse: Schaltstelle des Stoffwechsels und Sitz der Emotionen.

Unsere Schilddrüse ist eine wichtige Hormondrüse, die sich im Hals unterhalb des Kehlkopfes befindet. Sie besteht aus zwei Lappen, die durch einen schmalen Streifen verbunden sind und die Luftröhre umgreifen. Die Form der menschlichen Schilddrüse erinnert an einen Schmetterling – und ebenso empfindlich ist diese Drüse auch. Ihre Hauptfunktion besteht in der Jodspeicherung und in der Produktion von Schilddrüsenhormonen wie Trijodthyronin (T3) und Thyroxin. Diese beeinflussen den Stoffwechsel und die Funktion fast aller Organe. Zudem regeln sie den Energieverbrauch, die Körpertemperatur und das Wachstum einzelner Zellen und des Gesamtorganismus.

Schilddrüsenunterfunktion & Schilddrüsenüberfunktion

Die jodhaltigen Schilddrüsenhormone wirken auch auf Herz und Kreislauf, den Blutdruck, auf den Zucker-, Fett- und Bindegewebsstoffwechsel sowie die Schweiß- und Talgdrüsen. Dementsprechend stark machen sich Fehlfunktionen der Schilddrüse bemerkbar. Hypothyreose, die Unterfunktion, äußert sich in Antriebslosigkeit und Erschöpfung, ständigem Frieren, einer Neigung zu Verstopfung, brüchigem, glanzlosem Haar und – aufgrund des verlangsamten Stoffwechsels – auch in Gewichtszunahme. In diesem Fall kann die Einnahme jodhaltiger Pflanzen dabei helfen, die Schilddrüse anzukurbeln.

Liegt hingegen Hyperthyreose, die Überfunktion, vor, verläuft alles im Körper schneller. Neben vermehrtem Schwitzen, Nervosität, Schlafstörungen und Schlaflosigkeit, Haarausfall, Herzrasen und einem sensibilisierten Geruchssinn machen uns dann auch Reizbarkeit und Erschöpfung zu schaffen. Spezielle Tees und Globuli helfen dabei, die hyperaktive Schilddrüse zu drosseln und bei unserem Beschäftigungszwang einen Gang zurückzuschalten. Aufgrund zahlreicher Kropferkrankungen wird in Österreich seit Jahrzehnten das Speisesalz und die Futtermittel sämtlicher Nutztiere stark jodiert. Dies kann jedoch für viele Personen ein Zuviel an Jod bedeuten. Zusätzlich sind Nitrate und Nitrite, wie sie in Glashausgemüse und gepökeltem Fleisch vorkommen, zu meiden, da sie den Schilddrüsenstoffwechsel negativ beeinflussen.

Man kann die Schilddrüse als das Gehirn des Stoffwechsels sehen.
Johannes Wilkens

Da die Schilddrüse auch als Sitz der Emotionen gilt, kommt es bei ungelösten oder unausgesprochenen – bildlich „geschluckten“ – Problemen häufig zu einem Globus hystericus: Wir haben das Gefühl, einen „Kloß im Hals“ zu haben. Homöopathisch können hier Lachesis- oder Ignatia-Globuli helfen, die „Kommunikations-Schaltstelle“ wieder frei zu bekommen. Bei Hashimoto-Thyreoiditis, einer chronischen Schilddrüsenentzündung, handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung. Der Körper bildet Abwehrstoffe gegen die eigene Schilddrüse, Über- undUnterfunktion wechseln sich ab. Wie bei allen Autoimmunerkrankungen sollten auch hier die Nieren gestärkt und der Körper mit viel Flüssigkeit entsäuert werden. Bei allen Schilddrüsenerkrankungen wird die Einnahme von reinem Weihrauch und Selen in Kapselform als Basistherapie empfohlen.

Schüsslersalze-Tipp: Schilddrüsen-Regulierung

Zur Regulation der Schilddrüse eignen sich die Schüßlersalze Nr. 15 und Nr. 26. Bei einem zusätzlichen Auftreten
von innere Unruhe empfiehlt es sich, mit Nr. 14 zu beginnen und nach einer Woche zusätzlich Nr. 15 und Nr. 26 einzunehmen.

TEM-Tipp: Teemischung für Schilddrüsenunterfunktion

Die spezielle Teemischung wirkt ausgleichend und unterstützt die Schilddrüsenfunktion. Sie vereint jene Kräuter, die bei einer Unterfunktion die Schilddrüse anregen: Efeu reguliert den Stoffwechsel, Eisenkraut wirkt zusammenziehend, Wasserdost stärkt das Immunsystem und die Brunnenkresse belebt.

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