Phosphor-Periodensystem © Apotheke Niklasdorf

Brennmineral Phosphor

Vom „kalten Feuer“ bis zur Zell-Energie.

Als der deutsche Apotheker Henning Brand 1669 auf der Suche nach dem „Stein der Weisen“ Urin eindampfte, entdeckte er eine weiße Substanz, die im Dunkeln leuchtete. Brand nannte sie „kaltes Feuer“. Später erhielt sie den Namen „phosphorus mirabilis“ – wundersamer Lichtbringer. Heute setzen Künstler Phosphor für spektakuläre Lichtshows ein. Doch das Element kommt auch in unserem Organismus vor, z. B. in den Knochen.

ATP: Energie des Lebens

Phosphor erfüllt zahlreiche Aufgaben im Körper. Als Bau-Mineral ist er zusammen mit Kalzium für gesunde Knochen verantwortlich. Er sorgt für kräftige Zähne, ist Bestandteil der Zellwände und des Erbmaterials und dient im Blut als Stabilisator des pHWerts. Die wichtigste Funktion übernimmt er jedoch im Energiehaushalt.

Phosphor und Kalzium – das knochenstarke Duo

Wie alle Organismen brauchen wir Menschen chemische Energie, damit Körper und Organe „laufen“. Unsere Hauptquelle ist dabei das u.a. aus den Salzen der Phosphorsäure gebildete Molekül Adenosintriphosphat (ATP). Von Biochemikern als „Energie des Lebens“ bezeichnet, stellt ATP Energie für sämtliche Körperfunktionen bereit. Diese wird aus Stoffwechselvorgängen freigesetzt und von ATP gebunden, gespeichert und in die Zellen übertragen. Ohne den universellen Energieträger ATP wäre keine Muskelkontraktion und damit keine Bewegung möglich! Wir produzieren – und verbrauchen – täglich ATP im Ausmaß von etwa der Hälfte unseres Körpergewichts. Mit einer ausreichenden Phosphorzufuhr unterstützen wir ihn dabei.

Phosphorreiche Nahrung

Da Phosphor in vielen Lebensmitteln enthalten ist, lässt sich unser Tagesbedarf von 700 mg leicht decken. Während Vitamin D die Aufnahme im Darm erleichtert, bedeuten Fast Food und Co oft zu viel des Guten. Denn meist sind Fertiggerichte künstlich mit Phosphor angereichert und lassen uns hyperaktiv und unkonzentriert werden. Sind wir übersäuert, wird Phosphor aus den Knochen freigesetzt, was sie brüchig macht und Osteoporose begünstigt. Am besten achten wir daher auf eine ausgewogene Ernährung, bei der auch das knochenschützende Kalzium nicht zu kurz kommt.

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