Magnesium © iStock | michaklootwijk

Magnesium

Der Stoffwechsel-Manager. Mangel von innen und außen ausgleichen.

Magnesium ist verantwortlich für die reibungslose Funktion des gesamten Muskelapparats. Als lebensnotwendiges Mineral reguliert es die Reizübertragung auf Muskeln und Nerven und gilt als „wichtigster Stoffwechsel-Manager unserer Zellen“. Doch anders als andere Stoffe, wie etwa Kalzium, hat unser Körper nicht gelernt, es auf Vorrat zu speichern. Wir müssen Magnesium täglich zu uns nehmen – vergessen aber oft darauf. Denn laut WHO betrifft der chronische Magnesiummangel die gesamte Weltbevölkerung.

Vorsicht vor Räubern

Unsere Vorfahren hatten weniger Schwierigkeiten, ihren Magnesiumbedarf zu decken: Einerseits aßen sie mehr Vollkornprodukte – und Magnesium steckt hauptsächlich in den äußeren Getreidehüllen. Andererseits waren die Böden damals magnesiumreicher und noch nicht so ausgelaugt und überdüngt. Nicht genug damit, lauern in unserem Alltag viele Magnesiumräuber. Dazu zählen vor allem Stress und eine ungesunde Ernährung mit Zucker, Weißmehl und Fast Food. Zu viel Koffein, Stichwort Kaffee und Colagetränke, steigert die Ausscheidung von Magnesium, Alkohol den Verbrauch. Auch Erkrankungen wie Darmentzündung, Diabetes mellitus, Schilddrüsenüberfunktion und Glutenunverträglichkeit rauben uns Magnesium. Zusätzlich können folgende Arzneien den Tagesbedarf erhöhen: Insulin, Cortison, Antibiotika, die Pille, Pilzmittel, entwässernde und blutdrucksenkende Medikamente. Bekommen wir zu wenig Magnesium, kann sich ein akuter Mangel gleich mit mehreren Symptomen bemerkbar machen: Muskelkrämpfe, Herzrhythmusstörungen, Zuckungen des Augenlids, Kribbeln in Händen und Füßen, Verspannungen in Nacken, Schultern und Rücken. Häufiger Durchfall oder Verstopfung, Migräne, erhöhter Blutdruck, Energielosigkeit, rasche Erschöpfung und nachlassende Konzentration, innere Unruhe, Schlafstörungen und oft auftretender Schluckauf weisen ebenfalls auf einen Mangel hin. Viel Magnesium zu sich zu nehmen ist somit eine gute Gesundheitsvorsorge, um Herz und Gefäße zu schützen und die Nerven zu beruhigen. Die Aufnahme über Magen und Darm ist jedoch nicht unbegrenzt möglich.

Aufnahme über die Haut

Bei akutem Mangel steigt unser Tagesbedarf von rund 300 mg auf 600 mg an. Experten empfehlen sogar täglich 6 bis 8 mg pro kg Körpergewicht, also rund 400 bis 900 mg, reines Magnesium zu sich zu nehmen. Über den Magen alleine gelingt das nur teilweise, besser eignet sich dazu die Haut: Über dieses sehr aufnahmefähige Organ gelangt das Magnesium schneller und ohne Nebenwirkungen in die Zellen. Die äußerliche Anwendung, bei der Arme, Beine, Bauch und die Fußreflexzonen mit Magnesiumöl einmassiert werden, gleicht einen Mangel demnach sehr wirksam aus.

Mineralsteckbrief

Anwendungsbereiche:

  • Sport: Magnesium regt die Energieproduktion in den Muskeln an. Wir erbringen bessere Leistungen, werden nicht so schnell müde und erholen uns rascher
  • Übergewicht: Mithilfe von Magnesium können wir die Fettverbrennung ankurbeln
  • Schmerzen und Krämpfe: Magnesium lindert Migräneattacken, Muskel- und Menstruationskrämpfe
  • Knochen und Zähne: Nur mit Magnesium kann der Körper Kalzium gut verwerten und dadurch die Knochen gesund aufbauen und erhalten. Die Zähne schützt es vor Karies
  • Schwangerschaft: Übelkeit, Kopfweh, Bluthochdruck und zu früh einsetzende Wehen lassen sich mit Magnesium vorbeugen
  • Herz: Magnesium schützt das Herz vor einem Infarkt

Produkt-Empfehlung

Artikel zum Thema Magnesium