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Mann sein = Ruhe + Kraft

Die potente Formel für ein gesundes, erfülltes (Liebes-)Leben.

Höher, schneller, weiter

… bis nichts mehr geht. Ja, wir leben in einer Leistungsgesellschaft. Bei Männern ist Erfolg ein Muss – im Beruf, beim Sport und im Bett. Aber: Wie weit fährt ein Auto mit leerem Tank? Eben! Irgendwann sind auch die menschlichen Kräfte derart erschöpft, dass es mit einem Boxenstopp allein nicht getan ist und „einmal gründlich ausschlafen“ nicht mehr reicht.

Der Reservetank

Neben der Lebensenergie, die sich immer wieder regeneriert, verfügen wir auch über eine einmalige Kraftreserve, die „Essenzenergie“ genannt wird und eng mit unserer Sexualkraft verbunden ist. Bildlich gesprochen wird dieser Reservetank vor der Geburt einmal gefüllt – sein Inhalt kann jedoch nicht ergänzt werden. In China bezeichnet man diese Energie als das „Qi der Ahnen“.
Wer sich also ständig im Kampfmodus befindet und lebt, als ob es kein morgen gäbe, erschöpft diese begrenzte Energie vorzeitig und muss zwangsläufig ausbrennen.

immer Vollgas …

Sprüche wie „Nur die Harten kommen in den Garten“ sind typisch für leistungsbetonte Kerle. Ebenso charakteristisch ist aber auch deren Angst vor dem Versagen. Und zu allem Überfluss darf der einsame Reiter diese Angst niemandem zeigen. Ja nicht einmal sich selbst gegenüber eingestehen – allein das könnte schon als Schwäche gelten. Also wird verschwiegen und verdrängt, was das Zeug hält. Jeden Tag wird das Anziehen der Arbeitskleidung zum Anlegen einer Rüstung. Mann ist hart – fertig.

… bis in die Werkstatt

Beim Versuch, aus dem Leistungs-Dilemma auszubrechen, wählen leider viele die falsche Abzweigung. Entweder sie powern sich in der Kraftkammer komplett aus oder laufen vor den Problemen wortwörtlich davon. Dabei geraten sie wieder in Wettbewerb mit sich und anderen – und verbrauchen auch noch die allerletzten Reserven. Andere setzen auf Entspannung. Klingt gut, bedeutet aber meistens: völlige Passivität vor dem Fernseher und zur Krönung noch einen Schlummertrunk. Ja, Berieselung lenkt ab und Alkohol hilft beim Einschlafen, aber das „Feuerwasser“ verbrennt auf Dauer die Lebensenergie, vermindert die Schlafqualität und führt wiederum zur Erschöpfung. Auch Nikotin ist kontraproduktiv – es verschlechtert die Durchblutung. Ja, auch dort!

Bedenke gut, was deine Kraft vermag und was über deine Fähigkeit hinaus geht.
vom römischen Dichter Horaz
 

Oft hält Mann das jahrelang durch, bis sich die seelischen Probleme auf der physischen Ebene äußern. Dann reicht die äußere Rüstung nicht mehr und der Körper selbst verhärtet sich. Die Sehnen und Bänder werden steif, die Muskeln verkrampfen, nichts im Körper ist mehr im Fluss.

Erst wenn die Leistung im Job dann wirklich nachlässt und auch im Bett nichts mehr läuft, ist der Leidensdruck groß genug, um Motivation für eine echte Veränderung zu finden. Dann bestehen aber leider auch meist mehrere Baustellen, an denen gleichzeitig gearbeitet werden muss. Aber bitte nicht im Akkord!

In der Ruhe liegt die Kraft

Viele kleine Schritte bringen uns auch ans Ziel. Als erstes gilt es, das richtige Maß zu finden: Wie viel Schlaf brauche ich wirklich? Wo kann ich mich richtig fallen lassen und muss an nichts mehr denken? Welche Bewegung tut mir gut? Bei der Work- Life-Balance kommt es auch auf den Beruf an – Bürohengste vertragen mehr Actionsport, Dienstreisende sind vielleicht mit Schwimmen, Yoga oder Walken besser bedient.

Wichtig ist es dann auch, eine Regelmäßigkeit einzuhalten – nicht nur beim Ausgleichssport, sondern auch bei Ernährung und Schlaf. Körper und Geist verlangen nämlich nach einem gewissen Rhythmus und lassen sich nicht gern austricksen.
Am sinnvollsten ist es natürlich, schon früher etwas zu tun, damit uns die Kraft nie komplett ausgeht. Zur Pflege des männlichen Lebens-Akkus eignen sich pflanzliche Hausmittel hervorragend: Ginseng, Maca, Vitalpilz Cordyceps, Sägepalme & Co. In der Ruhe liegt übrigens auch die Manneskraft …

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