Fuß- und Nagelpilz © Apotheke Niklasdorf

Fußpilz und Nagelpilz

Diese Infektionskrankheiten der Haut sind häufig, aber gut behandelbar

Jeder von uns kann im Laufe seines Lebens damit konfrontiert sein: Fußpilz – eine der häufigsten Infektionskrankheiten der Haut. Rund 20 Prozent der Erwachsenen in Europa sind davon betroffen. Bemerkbar macht er sich durch Hautaufweichungen und -einrisse, die uns Juckreiz verursachen. Bleibt ein Fußpilz unbehandelt, kann er leicht auf andere Menschen übertragen werden.

Am häufigsten tritt der Fußpilz (Tinea pedis) als Zehenzwischenraum-Mykose in Erscheinung, und zwar bevorzugt zwischen der dritten und vierten sowie der vierten und fünften Zehe. Bei Befall des Hohlfußes bilden sich Bläschen bzw. rötet und schuppt sich die Haut.

Einen Fußpilz können wir uns auf vielerlei Weise einhandeln. So etwa, wenn wir barfuß auf Böden oder Badematten – besonders in öffentlichen Einrichtungen – gehen, auf denen befallene Hautschüppchen verborgen sind. Diese können sich auch in Strümpfen oder Schuhen finden. Vor allem Sportler, besonders Fußballer, Schwimmer oder Läufer, sind von Fußpilzinfektionen überdurchschnittlich häufig betroffen. Die sportliche Beanspruchung der Füße führt nämlich immer wieder zu kleineren Verletzungen, in die sich der Pilz einnisten kann. Hinzu kommt die Belastung durch schweißfeuchte Sportschuhe und gemeinsam genutzte Sanitäreinrichtungen.

Zusätzlich können wir eine Pilzinfektion durch eine ungesunde Ernährung mit zu viel Zucker und tierischem Eiweiß begünstigen, da der Körper dadurch übersäuert und das Immunsystem geschwächt wird. Weitere Faktoren können Diabetes, eine schlechte Durchblutung oder eine Fehlstellung der Füße und eine bereits infizierte Person im gleichen Haushalt sein.

FUSSPILZ VORBEUGEN UND BEHANDELN

Durch ein paar einfache vorbeugende Verhaltensregeln können wir uns aber vor Fußpilz schützen. Als Faustregel gilt: Füße sauber, gepflegt und trocken halten. Immer die eigenen Socken in Baumwollqualität tragen sowie diese einmal täglich wechseln. Und in öffentlichen Bädern herrscht absolute Badeschlapfenpflicht!

Haben wir uns aber bereits einen Fußpilz eingefangen, so können Rezepturen aus der Traditionellen Europäischen Medizin auf sanfte, aber wirkungsvolle Art helfen. Zunächst sollte der Säurestatus des Körpers erhoben werden. Bei einer Übersäuerung ist die Einnahme von Mycotropfen sinnvoll. Zur regenerierenden Hautpflege eignet sich die stärkende Mycosalbe. Lokal wirksame Antimykotika werden auf die befallenen Stellen aufgetragen, und zwar mindestens eine Woche über das Abklingen der Symptome hinaus.

NICHT SCHÖN: NAGELPILZ

Jede Fußpilzinfektion begünstigt die Entwicklung eines Nagelpilzes (Onychomykose, Tinea unguium). Diese chronische Erkrankung erkennen wir daran, dass sich der Nagel anhebt, sich weiß-gelblich verfärbt, verdickt und verformt. In weiterer Folge kann er dann krümelig zerfallen oder sich vom Nagelbett ablösen. Keine schöne Sache also. Durch die erhöhte Nageldicke kann es zudem zu schmerzhaften eingewachsenen Nägeln oder Nagelbetteiterungen kommen.

Der Nagelpilz wird durch Dermatophyten ausgelöst, die früher auch als Fadenpilze bezeichnet wurden. In der westlichen Welt leiden bis zu 50 Prozent der älteren Bevölkerung unter Nagelpilz. Es trifft die Zehennägel – vor allem der Großzehe – übrigens viermal so häufig wie die Fingernägel.

Zur Vorbeugung gegen Nagelpilz gelten dieselben Regeln wie bei Fußpilz. Aber auch gegen einen bestehenden Nagelpilz kann wirksam vorgegangen werden: Zu Beginn sollte wieder die Entsäuerung des Körpers und die Ausleitung der Giftstoffe, z. B. durch Mycotropfen, stehen. Äußerlich wird der Pilz durch Auftragen einer Lösung, wie etwa mit einem Nagelpilzstift, für mindestens drei Monate bekämpft.

Artikel zum Thema Fußpilz und Nagelpilz