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Krebs – Schicksal als Chance

Was der Diagnose den Schrecken nimmt und wie wir zur inneren Kraft finden.

Eine Krebsdiagnose ist zunächst immer ein Schock. Sofort schießen uns tausend Fragen durch den Kopf. Was wissen wir über Krebs? Wie schlimm ist es wirklich? Soll es das schon gewesen sein? Wie schätzen wir unsere Chancen ein, die Krankheit zu besiegen? Besonders dieser letzte Gedanke ist entscheidend, denn unsere Selbsteinschätzung trägt maßgeblich zum Krankheits- und Bewältigungsverlauf bei. Was wir uns zutrauen, hängt mit früh erworbenen Glaubenssätzen zusammen. Fühlen wir uns hilflos und überfordert, kann der Schock der Diagnose eine Hormonreaktion auslösen. Die Abwehrkräfte, die wir jetzt so dringend brauchen, lassen nach. Gleichzeitig wird unser Zugang zu den Erinnerungen an schwierige Situationen, die wir in der Vergangenheit gut gemeistert haben, blockiert. Umso wichtiger ist es jetzt, Menschen an unserer Seite zu haben, die uns an unsere innere Kraft erinnern. Die Psychoneuroimmunologie beschäftigt sich seit den 70er-Jahren mit der Frage, inwieweit sich Gefühle auf die körperliche Abwehr auswirken. Es stellte sich heraus: Durch unsere Bewertung der Situation können Kaskaden von Botenstoffen freigesetzt werden, die Einfluss bis in die tiefsten Zellen unseres Körpers haben – im Guten wie im Schlechten. Eine ernste Diagnose ist daher vor allem eines: eine Herausforderung an uns und unsere Fähigkeit, positiv zu denken. Verständnisvolle Menschen geben uns nach der Diagnose guten Halt. Wichtig ist aber Beauch, selbst etwas tun zu können. Die See mag rau sein, doch wir sind nach wie vor Kapitän auf unserem Schiff!

Pflanzenheilkräfte und Homöopathie unterstützen bei Krebs

Mithilfe von Entspannungsübungen und Homöopathie können wir uns gut auf die anstehende Behandlung vorbereiten. Homöopathie hilft, den Schock besser zu verarbeiten und das Immunsystem zu stärken. So wirkt z. B. Eisenhut gegen Angst und Ruhelosigkeit. Zusätzlich kann auch das betroffene Organ gezielt unterstützt werden. Der Einsatz von Heilpflanzen und Homöopathie haben sich zur Linderung der strapaziösen Nebenwirkungen bei Krebsbehandlungen gut bewährt. Gegen Müdigkeit und Schwäche nach der Chemotherapie hilft Acidum phosphoricum. Während der Behandlung unterstützen Natrium muriaticum und Silicea, indem sie die Bildung weißer Blutkörperchen fördern. Bei Übelkeit empfehlen sich die Brechnuss Nux vomica und die Brechwurzel Ipecacuanha. Ringelblume mildert die typische Hauttrockenheit nach der Strahlentherapie. Ebenso von Trockenheit betroffen sind die Schleimhäute, die durch spezielle salzhaltige Mundsprays und reizstofffreie Gleitgele wieder aufgebaut werden können.

Gesund - und was nun?

Und auch nachdem eine Krebserkrankung gut überstanden ist, brauchen wir seelischen Beistand. die Psyche ist erst nach etwa sechs Monaten bereit, sich mit dem Geschehenen auseinanderzusetzen, also oft erst, wenn Chemo- und Strahlentherapie überwunden sind.

Der Kampf gegen den Krebs
wird zu einem Verstehen und
Loslassen der Krankheit.

Dr. Kristina Brode

Selbsthilfetechniken bieten uns nun ein neues Kontrollerlebnis: Wir können alte Glaubenssätze und Überzeugungen auflösen, da wir eine wichtige Erfahrung der Selbstbeeinflussung gemacht haben. Doch wieder stellen wir uns Fragen: Was können wir tun, um gesund zu bleiben? Wofür möchten wir weiterleben? Wichtig ist: Ein gesunder Lebensstil für uns selbst, inmitten von Menschen, die wir lieben – wenn wir uns darauf besinnen, müssen wir uns nicht länger an die Krankheit klammern. Wir haben den Krebs bekämpft, seine Lektion verstanden und können ihn wieder loslassen.

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