Detox © shutterstock | Natalia Klenova

Loslassen und frei werden

Fasten entlastet den Körper und hilft, wenn wir Nahrungsmittel nicht gut vertragen.

Jedes Frühjahr können wir beobachten, wie sich die uns umgebende Landschaft nach ihrer langen Winterruhe wieder erneuert. Als Teil der Natur unterliegen wir Menschen denselben Gesetzmäßigkeiten und erleben dieselben Kreisläufe wie Pflanzen und Tiere. Auch wenn uns die selbstgestaltete, technisierte und bequeme Umwelt der heutigen Zeit diesen Umstand meist vergessen lässt.
Umso wichtiger ist es für uns, wieder darauf hören zu lernen, was wir wirklich brauchen – auf körperlicher wie auf geistig-seelischer Ebene. Dann können wir unseren Körper auch besser in seinen Funktionen unterstützen. Im Frühling machen uns insbesondere alle Ausscheidungsorgane die gute Zusammenarbeit leicht, weil sie dann ihre aktivste Phase im Verlauf des Jahres haben.

Der innere Frühjahrsputz

Wenn wir „in uns aufräumen“ möchten, gehen wir am besten wie beim Hausputz vor – und beginnen mit dem groben Entrümpeln. Erst danach können wir uns dem Staub in den Ecken und unter den Schränken widmen. Den Abschluss bildet eine pflegende Behandlung der gesäuberten Einrichtung, z. B. das Wachsen von Möbeloberflächen oder das Ölen des Holzbodens.

Genau so systematisch und gründlich verläuft eine erfolgreiche Kur zum „innerlichen Frühjahrsputz“: Zuerst müssen alle unerwünschten Stoffe aus dem Körper ausgeleitet werden, die als Reaktion auf äußere negative Einflüsse entstanden sind. Diese kommen einerseits aus der Umwelt – aus dem Boden, dem Wasser oder der Luft –, andererseits führen wir uns diese mehr oder weniger bewusst zu: in Form von industriell verarbeiteter Nahrung, Süßigkeiten, Alkohol oder Zigarettenrauch, aber genauso durch  verschiedene Medikamente.  Das alles überlastet auf Dauer unser Verdauungs- und Entgiftungssystem.

Entsäuern gehört dazu

Ist unser Stoffwechsel überfordert, kann er die Säureteilchen, die tagtäglich anfallen, nicht mehr ausreichend neutralisieren und ausscheiden. Das nennen wir dann „Übersäuerung“. Diese wird durch einen chronischen Mangel an Mineralien, vor allem an Kalzium und Magnesium, hervorgerufen. Kann der Körper diese – auch als Schlacken bezeichneten – Säure­reste nicht loswerden, lagert er sie ein: vor allem im Darm, dem Bindegewebe und dem Unterhautfettgewebe. Diese Schlacken werden während des Fastens gelöst und ausgeschieden.

Unser Stoffwechsel ist prinzipiell darauf ausgelegt, immer die Balance zwischen Aufnehmen und Abgeben zu halten. Haben wir von Belastendem zu viel, kann unser Körper nichts Zusätzliches mehr aufnehmen, und sei es auch noch so nützlich … Dieses gestörte Gleichgewicht wirkt in beide Richtungen – und verhindert daher leider auch das Abnehmen.

Unverträgliche Nahrung?

Die Traditionelle Europäische Medizin kennt keine für alle Menschen gültige „richtige Ernährung“. Schließlich sind Verdauungssystem und Stoffwechsel jedes Menschen unterschiedlich. Entspricht die Nahrungszusammensetzung nicht den Eigenheiten unseres Verdauungssystems, kann es zu Unverträglichkeitsreaktionen auf einzelne Nahrungsmittel kommen. Diese äußern sich etwa in Magen-Darm-Beschwerden, Abgeschlagenheit oder gar Depressionen und Angstzuständen. Die Hauptauslöser sind – neben der falschen Zusammenstellung der Mahlzeiten – mangelhaftes Kauen, zu spätes Essen und übergroße Portionen. Und natürlich zu viel Zucker.
Um einen derart entgleisten Stoffwechsel wieder ins Lot zu bringen, empfiehlt die TEM eine Fastenkur nach unten beschriebenem Muster. Im Anschluss rät sie generell zu frischen, saisonalen und naturbelassenen Nahrungsmittel aus der Region. Diese sind den gleichen Bedingungen und Rhythmen ausgesetzt wie wir selbst. Am bekömmlichsten ist dabei pflanzliche Kost, aber keine Rohkost.

Wenn wir am eigenen Leib erfahren haben, was uns nicht nur gut schmeckt, sondern auch gut tut, fällt es gleich viel leichter, im Alltag öfter „Nein, danke!“ zu sagen.

DETOX-KUR – Das Programm


Phase 1: 10 Tage ausleiten
Um beim Vergleich mit dem Hausputz zu bleiben: Als erstes Werkzeug in unserer Fastenkur ist der Hochdruckreiniger fürs Grobe dran. Mit viel Wasser können wir die Schlacken ausspülen, die Fertiggerichte, Naschereien und Konsorten hinterlassen haben. Durch das Weglassen von Alkohol, Nikotin und Kaffee werden auch deren Reste ausgeleitet. Pflanzliche Tropfen zur Ausleitung und Stärkung der Leber sind hier eine sinnvolle Hilfe.
Alle Arten von Zucker nähren die „falschen“ Bakterien und Pilze. Der Verzicht auf Zucker, Brot, Nudeln und Obst entlastet daher unseren Darm. Die Energie holen wir uns durch ein bis zwei Fastendrink-Mahlzeiten pro Tag.

Phase 2: 10 Tage reinigen
Natürliche Darmreinigung, unterstützt durch mineralstoffreiches Fastensalz oder pflanzliche Clear-Formula-Kapseln, ist die Voraussetzung für den Aufbau einer gesunden Darmflora. Sind die Entgiftungs- und Reinigungsprozesse erst einmal in Gang gebracht, können die strengen Regeln etwas entschärft werden.
Bei unserem symbolischen Frühjahrsputz treten wir hiermit in die Staubwedel-Phase ein, wo die Feinarbeit ansteht. Jetzt dürfen wir jeden zweiten Tag Getreide zu uns nehmen – jedoch keine Weizenprodukte. Viel bekömmlicher sind etwa Buchweizen, Hirse oder Hafer. Zudem versorgen uns regionale Früchte alle zwei Tage mit Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen. Um die Fettverbrennung anzukurbeln, empfiehlt sich natürliche Unterstützung, z. B. in Form von Fatburner-Präparaten aus der Apotheke. Pro Tag ersetzen wir eine Mahlzeit durch einen Fastendrink.

Phase 3: 10 Tage umstellen
Nach gut drei Wochen Großreinemachen kehren wir allmählich zur „Normalkost“ zurück. Im Verlauf der letzten Phase unserer Kur kann sich unser Körper sanft darauf einstellen. Natürlich achten wir auch weiter auf unsere Ernährung: Jetzt steht neben Gemüse auch wieder mehr Obst auf unserem Speiseplan – am besten in Bio-Qualität. Zu bedenken gilt es aber, dass die Verdauung von Rohkost dem Darm einiges an Kraft und Zeit kostet. Damit wir sie besser vertragen, sollten wir rohes Obst und Gemüse deshalb stets nur vor 15 Uhr zu uns nehmen. Auch ein bisschen Zucker sowie ab und zu ein wenig Alkohol sind in Ordnung.
Während der gesamten Kur können wir auf wertvolle Unterstützung aus dem Pflanzenreich zurückgreifen. Basische Fastensuppen und Schlankheitstropfen helfen dabei, Altes loszulassen, dämpfen unseren Hunger, heben die Laune und stärken unser Durchhaltevermögen.  

Phase 3: 1 Monat aufbauen
Erst nach der Reinigung ist unser Körper bereit für die Zufuhr von Mineralien und Vitaminen. Jetzt nimmt er dankbar an, was wir ihm an Gutem zuführen. Einen Monat lang vitalisieren wir unseren Körper durch wertvolle, abwechslungsreiche Speisen und füllen zusätzlich unsere Mikronährstoff-Depots mit den passenden Nahrungsergänzungsmitteln auf.

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